
Drei Wochen Stadtradeln: Mein Erlebnisbericht
Erfahrungsbericht von Johann und Auswertung des Stadtradelns
Vom 29. August bis zum 18. September 2026 hat Wolfsburg wieder kräftig in die Pedale getreten. Für mich begann das Stadtradeln schon mit einem Höhepunkt: einer ADFC-Auftaktfahrt, bei der 28 Radelbegeisterte dabei waren.
Ein Auftakt in Eigeninitiative
Auf dem Hollerplatz traf sich eine bunt gemischte Gruppe, von Familien mit Kindern bis zu älteren Radlerinnen und Radlern ohne Elektroantrieb. Auf deren Tempo haben wir die ganze Tour über Rücksicht genommen, sodass niemand ins Schwitzen kam. Seitens der Stadt waren zum Start keine eigenen Aktionen geplant. Umso mehr hat es mich gefreut, dass wir das Stadtradeln einfach selbst eröffnet haben.
Von der Hollerplatz-Runde ging es über den Wohltberg zu den Hagebergteichen, die wir gemächlich umrundeten. Über den Laagberg radelten wir weiter zum Schützenhaus. Am Wendehammer gab es eine Verschnaufpause mit ein paar Schlucken aus der Trinkflasche und manchem Plausch. Danach führte uns der Weg über die Bananenbrücke in den Stadtwald, vorbei am Rabenberg und über den Rothehof, bis wir den Steimker Berg erreichten. Dort klang die Tour bei Kaffee und Kuchen im Café Schau-ins-Land aus. Im 16. Stock hatten wir dabei einen wunderbaren Blick über die Stadt, ein rundum gelungener Auftakt.
Meine Kilometer: Handarbeit statt Automatik
Meine Touren zeichne ich immer mit Strava auf. Im letzten Jahr wurden die Kilometer automatisch in die Stadtradeln-App übernommen. Umso erstaunter war ich, dass Strava diese Übernahme in diesem Jahr abgeschaltet hat. Also habe ich alle Fahrten von Hand in die App eingetragen. Dabei könnte es so schön einfach sein.
Der Aufwand hat sich trotzdem gelohnt. Meine Standardrunde fahre ich auch außerhalb des Stadtradelns oft. Sie führt am Mittellandkanal entlang durch den Ilkerbruch, am Tankumsee vorbei und durch den Barnbruch bis nach Bokensdorf zum Golfplatz. Über Jembke und Brackstedt geht es Richtung Carl-Hahn-Brücke und von dort nach Hause. Je nach Variante sind das 45 bis 50 Kilometer. Dazu kamen zwei Rennradtouren mit 75 und 67 Kilometern.
Ein- bis zweimal pro Woche radle ich außerdem mit meiner Frau Richtung Tankumsee. Am Kiosk holen wir uns ein Eis, bevor es wieder nach Hause geht. Auch Termine im Heinenkamp und in der Innenstadt habe ich selbstverständlich mit dem Rad erledigt. So kamen am Ende einige Kilometer zusammen.
Die Bilanz
In ganz Wolfsburg haben 77 Teams mit 1.796 Radelnden mitgemacht. Sie haben 25.892 Fahrten unternommen und 274.809 Kilometer zurückgelegt. Dadurch wurden rund 45 Tonnen CO₂ vermieden.
Der ADFC war mit 35 Teilnehmenden dabei. Wir sind bei 699 Fahrten 9.111 Kilometer geradelt und haben damit den 7. Platz unter den 77 Teams belegt.
Mein Fazit
Stadtradeln macht Spaß, bringt Menschen zusammen und zeigt, was in Wolfsburg auf dem Rad möglich ist. Nächstes Jahr zählt jede Person im Team, also macht mit! Ob Familienrunde, Eis-Ausflug oder Rennrad: Jeder Kilometer hilft, und zusammen kommen wir noch weiter nach vorn. Und sollte Strava seine Kilometer bis dahin wieder von selbst übergeben, so wäre das ein Fortschritt, der auch ohne Fahrrad Beachtung verdient.








